JeKiKu Mit der Linie unterwegs in der Rudolf-Wih-Realschule Plus in Limburgerhof

Seit August 2018 wird das Kunst-Atelier in der Rudolf-Wihr-Realschule Plus in Limburgerhof mit dem ZeichenProjekt Mit der Linie unterwegs durch die Förderung des rheinlandpfälzischen Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur im Rahmen von Jedem Kind seine Kunst fortgesetzt. Jeden Dienstagvormittag treffen sich Schüler*innen aus verschiedenen Klassen mit mehr oder weniger guten Deutschkenntnissen.

Begonnen haben wir mit dem Betrachten von Bildern und Zeichnungen von Sean Scully und Kompositionen von Würfeln, die wir als Vorgabe für eigene Bilder genommen haben. Mit Bleistiften, Holzstiften und Filzstiften entstanden dreidimensionale Räume auf zweidimensionalem Papier.

Zum Kennenlernen nutzten wir Stempel, mit denen wir den eigenen Namen in Figurenform abbildeten und durch das darum gezeichnete Umfeld ein Bild von uns selbst hinterließen.

Einzweiter Künstler, der und interessierte, was der Berliner Jürgen Liefmann, bei dem wir herausfinden, warum ein Künstler alles überzeichnet, denn es gibt ein Untendrunter. Und genauso arbeiteten wir: wir zeichneten etwas Reales auf das Papier und später versuchten wir das unter einem Linienwirrwarr zu verstecken. Um sich zu merken, was als erstes Bild gezeichnet wurde, schrieben die Schüler*innen sich auf, was sie gezeichnet haben. Später wurde daraus ein Suchbild.

In einer nächsten Stunde haben wir einen Tisch gedeckt und einen Kühlschrank gefüllt. Was habt Ihr im Kühlschrank, womit deckt Ihr den Tisch? Was esst und trinkt Ihr gerne? Erinnert Euch, packt Eure Brotdose aus, schaut rein, was habt ihr als Letztes gegessen? Was und wie kommt was bei euch auf den Tisch? Alles das waren Fragen, um sich über immer wiederkehrende Erfahrungen und die Erinnerung daran, über das Aussehen und Erscheinen der Dinge bewusst zu werden.

Lebensmittel wie Bananen, Schokocookies, Schokobutterkekse, Erdnüsse, Gummibärchen, Äpfel, Paprika und Gurke als große Form und später als geschnittene Form lagen auf einem weißen Untergrund. Wir schauten genau, was wir sahen: Was siehst Du? Was ist das? Welche Farbe hat der Gegenstand? Welche Form hat der Gegenstand? Wie riecht dieses Lebensmittel, wie schmeckt dieses Lebensmittel, eine echte Herausforderung an einem Schulmorgen vor der großen Pause. Wir zeichneten nur die Umrissform mit Bleistift auf Papier, der Bleistift diente als Verlägerung des Auges, wir wanderten mit dem Auge durch den Bleistift um den Gegenstand herum und zeichneten ihn. Danach kam die Tusche mit dem weichen Eselshaarpinsel zum Einsatz und unterschied Außenraum und Innenraum. Gleiche Lebensmittel wurden dann zu einem Berg angeordnet, das Drüber und Drunter schulte die Konzentration und die Umsetzung in ein kompaktes Gebilde.

Noch bis Weihnachten läuft dieses Angebot und wir werden sicherlich mit einer kleinen Werkschau und einem gemeinsamen Frühstück mit Gästen ein Abschlußfest feiern